| Muss bei einer Laschenprägung zuvor frei gestanzt werden? |
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Sowohl einfache wie auch verstärkte Laschen können in einem Hub gefertigt werden, soweit keine besonderen Anforderungen an die Kantenqualität gestellt werden und die Blechdicke in Relation zur Stanzkraft der Maschine dies zulässt. |
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| Was muss bei Gewindeprägungen für Blechschrauben beachtet werden? |
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Wichtig ist, dass die Dicke des Bleches, in das die Prägung gestanzt wird in etwa der Steigung des Gewindes entspricht. Es wäre also z.B. nicht möglich, in ein 2mm starkes Blech ein Gewinde für eine Schraube mit einer Steigung von 1mm einzubringen. |
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| Sind Sicken- und Kiemenwerkzeuge auch in endloser Ausführung zu beziehen? |
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Ja, jedoch sind die Einlaufwinkel flacher, da das Blech an diesen Stellen im Elastizitätsbereich bleiben muss, um eine Faltenbildung zu vermeiden. |
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| Wie kann man bei Lochblechen den auftretenden Blechverzug minimieren? |
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A: Zunächst muss festgestellt werden, dass eine verzugsfreie Fertigung
von Lochblechen fast nicht möglich ist und dass mit zunehmender
Blechdicke und Blechqualität die Probleme größer werden. Primär ist
darauf zu achten, dass scharf geschliffene Werkzeuge mit genau definiertem
Schnittspiel zum Einsatz kommen. Da die Löcher beim Stanzen nicht zu nahe
beieinander liegen sollen, sollte man die Möglichkeit nutzen,
gegebenenfalls versetzt zu stanzen, d.h. nur jedes zweite Loch, um dann später
mit dem gleichen Mehrfachwerkzeug, um einen Raster versetzt, die Platine
fertig zu stellen |
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| Kann man mit einem Mehrfachwerkzeug in bereits gestanzte Löcher eintauchen, wenn die Anzahl der Löcher (Raster) nicht mit der Anordnung der Stempel im Werkzeug übereinstimmt? |
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NEIN. Man muss die Löcher, die nicht ins Raster passen, mit Einzelhub fertig stellen. Ein Eintauchen in bereits gestanzte Löcher zerstört das Mehrfachwerkzeug. |
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| Wie kann ich die Standzeit eines Stempels durch eine Beschichtung erhöhen? |
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Die heute üblichen Beschichtungen werden in einem Temperaturbereich von über 500°C durchgeführt. Dies setzt voraus, dass die Anlasstemperatur eines Stempels über der Beschichtungstemperatur liegen muss, um eine Gefügeveränderung der Matrix des Stempels zu vermeiden.
Stempel der Qualität HSS (1.3343) oder HWS (1.2379), wenn der HWS im Sekundär-Härteverfahren behandelt wurde, erfüllen diese Voraussetzung. Mate kann entsprechend dem Anforderungsprofil der Stanzaufgabe folgende Beschichtungen anbieten:
- TIN - Beschichtung (Titannitrid)
- TICN - Beschichtung (Titan-Carbonitrid)
- MAXIMA - Beschichtung (Zirkoniumnitrid)
- HCB plus - Beschichtung (Titan-Aluminium-Nitrid + Kohlenstoff)
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| Was verbirgt sich hinter dem Begriff „back-taper“? |
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Sämtliche von Mate gefertigten Stempel werden mit einem Hinterschliff ausgeliefert, der groß genug ist, um den adhäsiven Verschleiß zu mindern, aber klein genug, um nach dem Nachschleifen die Schnittluftvergrößerung in Grenzen zu halten. |
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| Können Passungen mittels eines Stanzvorganges gefertigt werden? |
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Ja, mittels 2 Stempeln und 2 Matrizen. Als Richtwert sollte folgendes gelten:
- 1. Hub: Die Matrize sollte das Maß des fertigen Passloches haben
der Stempel sollte etwa 20% (bei Stahl) kleiner als das Passmaß sein.
- 2. Hub: Die Matrize sollte etwa 0,05 mm größer sein als das mittlere Maß der zu fertigenden Passung.
Der Stempel (möglichst HCB plus oder Maxima beschichtet)
sollte dem mittleren Toleranzmaß des Passloches entsprechen.
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